Das Projekt Diabek erforscht die Anwendung, Bewertung und Kommunikation digitaler Technologien für teilflächenspezifische Bewirtschaftungsansätze im Ackerbau; es zielt darauf ab, digitale Lösungen praxisorientiert zu erproben, ihre Umwelt- und Ressourcenschutzeffekte zu bewerten und praktikable Kommunikations- und Schulungskonzepte für Landwirtinnen und Landwirte zu entwickeln. Durch den Einsatz von Geodaten, Sensorik, datenbasierter Entscheidungsunterstützung und partizipativer Evaluationsmethodik werden digitale Bewirtschaftungsstrategien implementiert, in ausgewählten Praxisbetrieben getestet und hinsichtlich Umwelteffizienz und Akzeptanz bewertet. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit des Ackerbaus durch zielgerichtete Digitalisierung zu verbessern und die Praxistauglichkeit für kleinere Betriebe zu erhöhen.
Ziel des Experimentierfelds Diabek ist die Verbreitung von digitalen Anwendungen in der Landwirtschaft. In zahlreichen Praxisversuchen werden digitale Methoden angewandt, anschließend bewertet und über den Wissenstransfer kommuniziert. Neben den Versuchen wurden verschiedene Schulungen und Strategien für eine erfolgreiche Digitalisierung der Landwirtschaft erarbeitet.
WP1: Pflanzenbau Die teilflächenspezifische Bewirtschaftung zeigte in vielen Versuchen kein signifikantes Ertragsplus, kann jedoch in bestimmten Situationen Ressourcen einsparen, ohne Ertragseinbußen zu verursachen. Der Erfolg der Maßnahmen hängt stark von Standortbedingungen, Witterung und der Qualität der Zonierung sowie Datengrundlagen ab.
WP2: Technik Die technische Ausstattung der Betriebe hat sich während des Projekts deutlich verbessert, sodass viele Landwirte teilflächenspezifische Maßnahmen selbst durchführen konnten. Gleichzeitig zeigte sich, dass Datenerfassungssysteme wie Wetterstationen oder GIS-Tools zwar großes Potenzial haben, aber technische Infrastruktur, Datenmanagement und Schulungen entscheidend für eine erfolgreiche Anwendung sind.
WP3: Schulungen und Wissenstransfer Durch zahlreiche Schulungen, Veranstaltungen und digitale Medien konnten Forschungsergebnisse erfolgreich an Praxis und Öffentlichkeit vermittelt werden. Besonders praxisnahe Workshops und digitale Formate wie YouTube erwiesen sich als effektive Instrumente für den Wissenstransfer.
WP4: Living Lab Die Entwicklung nutzerzentrierter Prototypen zeigte, dass digitale Lösungen und KI-basierte Anwendungen zwar Potenzial besitzen, jedoch häufig noch nicht ausreichend auf die praktischen Anforderungen landwirtschaftlicher Betriebe abgestimmt sind. Besonders allgemeine KI-Beratungssysteme erwiesen sich als zu komplex, während spezialisierte Anwendungen vielversprechender erscheinen.
WP5: Biodiversitätsmonitoring Mit dem FAIR-Device wurde ein automatisiertes System zur Erfassung von Insekten entwickelt, das eine kostengünstige und kontinuierliche Überwachung der Biodiversität ermöglicht. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass Messmethoden und Gerätetypen einen größeren Einfluss auf die erfassten Insektenzahlen haben können als die untersuchte Umgebung.
WP6: Sozioökonomie und Akzeptanz Digitale Technologien werden von Landwirten unterschiedlich akzeptiert, wobei vor allem der sichtbare und zuverlässige Nutzen über die Nutzung entscheidet. Ökonomisch zeigte die teilflächenspezifische Bewirtschaftung im Durchschnitt nur geringe Vorteile, mit stark variierenden Ergebnissen je nach Standort und Umsetzung.