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Projektbeschreibung:
Das Projekt KARTOZIK (Handlungsoptionen zum Management von Zikaden übertragenden Krankheiten zur Sicherung der Kartoffelindustrie in Rheinland-Pfalz) ist ein Forschungsprojekt im Rahmen von EIP-Agri.
Es untersucht die in Rheinland-Pfalz neu auftretende „Bakterielle Kartoffelknollen-Welke“, die durch die Schilf-Glasflügelzikade übertragen wird und zu erheblichen Qualitäts- und Ertragsverlusten führt. Ziel ist die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Managementkonzepts zur Sicherung der regionalen Kartoffelproduktion und der gesamten Wertschöpfungskette.
Durch den Einsatz eines standardisierten Monitoringsystems, digitaler Befallskarten, moderner molekularbiologischer Diagnostik sowie praxisnaher Feld- und Sortenversuche werden zentrale Fragestellungen zur Epidemiologie, Sortenanfälligkeit, Fruchtfolgegestaltung und Lagerstabilität untersucht. Das Zikadenmonitoring bildet die Grundlage für eine digitalisierte Befallskarte, die Beratung und Betrieben zur Risikobewertung zur Verfügung gestellt wird. Am DLR RLP werden robuste Nachweisverfahren etabliert und Referenzmaterialien entwickelt, die öffentlich zugänglich gemacht werden. Ergänzend analysieren Feldversuche den Einfluss von Anbausystemen und Managementmaßnahmen auf Befall, Erregerübertragung und Knollenqualität.
Ziel ist es, Befallsrisiken frühzeitig erkennbar zu machen, praktikable Gegenmaßnahmen zu entwickeln und Qualitätsverluste nachhaltig zu reduzieren. Die enge Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Beratung und Wissenschaft sowie die Veröffentlichung aller Ergebnisse über Fachveranstaltungen, Publikationen und eine Projektwebsite sichern Transparenz, Akzeptanz und breite Anwendbarkeit der Projektergebnisse.
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Vollständiger Name: Handlungsoptionen zum Management von Zikaden übertragenden Krankheiten zur Sicherung der Kartoffelindustrie in Rheinland-Pfalz
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Laufzeit: 15.12.2023 - 31.12.2026
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Fördergeber: Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau (MWVLW)
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Förderprogramm: Europäische Innovationspartnerschaft Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-Agri); Teil des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER).
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Fördernummer: 4-45-EL-0702 EIP -TH Bingen_KARTOZIK
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Projektverantwortliche Person: Prof. Dr. Elmar Schulte-Geldermann, Technische Hochschule Bingen
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Homepage: KARTOZIK

- Technische Hochschule Bingen: Verantwortlich für das Projektmanagement sowie die Konzeption und Entwicklung der Datenverarbeitungsmethoden; Durchführung von Validierungsversuchen
- Lehr- und Versuchsbetrieb Gemüsebau "Queckbrunnerhof" des DLR Rheinpfalz: unterstützt das Projekt aktiv mit fachlicher Beratung und praktischer Umsetzung, einschließlich der Durchführung von Validierungsversuchen
- Julius Kühn-Institut (JKI)
- Agrarservice Hessen-Pfalz GmbH
- Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück
- Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Eifel
- Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Westerwald-Osteifel
- lntersnack Deutschland SE
- N. U. Agrar GmbH
- Agrarproduktion Kunz GmbH
Assoziierte Partner:
- res naturae QSV GmbH
- HELMA Südwest GmbH
- Regierungspräsidium Gießen
Projektmanagement
- Entwicklung praxistauglicher Strategien zur Bekämpfung der Bakteriellen Kartoffelknollen-Welke.
- Praxisversuche zum Management der Schilf-Glasflügelzikade und zur Sicherung der Kartoffelproduktion.
- Praxisnahe Risikobewertung und Management von Zikaden übertragenden Krankheiten im Kartoffelanbau.
Im Projekt sind bisher noch keine Veröffentlichungen entstanden.
Eine Übersicht der FARMWISSEN Inhalte, die in diesem Projekt entstanden sind, finden Sie hier
- Beschreibung der Datenerhebung und -verarbeitung
Um eine digitalisierte Befallskarte zu erstellen, ist für die Datenerhebung ein umfangreiches Monitoring erforderlich. Alle Daten werden digital erfasst und zusammengeführt, um sie z.B. auf der Webseite abrufbar machen zu können. Die Zusammenarbeit läuft über digitale Plattformen, um jederzeit und überall Zugriff auf alle im Projekt generierten Daten Zugriff zu haben.
- Dokumentation der Daten
Erhebung und Dokumentation der im Projekt anfallenden Versuchs-, Bonitur- und Umweltdaten nach einheitlichen Vorgaben.
Dokumentation der verwendeten Methoden, Messzeitpunkte und Datensätze, um die Nachvollziehbarkeit und Wiederverwendbarkeit der Daten sicherzustellen.
Speicherung der Daten in standardisierten Tabellenformaten (z. B. Excel/CSV) mit eindeutigen Bezeichnungen und Versionsständen.
- Datenselektion und Datenarchivierung
Prüfung der erhobenen Daten auf Vollständigkeit und Plausibilität.
Archivierung der qualitätsgesicherten Enddatensätze sowie der zugehörigen Dokumentation auf den Servern der TH Bingen entsprechend den geltenden Vorgaben.
Aufbewahrung der Daten für den durch Fördergeber und Hochschule vorgegebenen Zeitraum.
- Verfügbarmachung der Projektdaten
Die Projektergebnisse werden in Berichten, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Vorträgen veröffentlicht.
Für eine Nachnutzung geeignete Datensätze können, sofern keine rechtlichen oder vertraglichen Einschränkungen bestehen, auf Anfrage bereitgestellt werden.
Betriebsbezogene oder personenbezogene Informationen werden vor einer Weitergabe anonymisiert bzw. nicht veröffentlicht.